Die Eigenschaften Gottes sind vielfältig. Der HERR offenbart sein Wesen in der Bibel an zahlreichen Stellen. So hat er uns Menschen die Möglichkeit gegeben, ihn immer besser kennenzulernen. Auf dieser Seite möchten wir dich, lieber Leser, auf eine Reise zu den biblischen Charakter-Eigenschaften des lebendigen Gottes herzlich einladen.

Ich bin das Alpha und das Omega, der Anfang und das Ende, spricht der Herr, der ist und der war und der kommt, der Allmächtige.

Offenbarung 1,8

Der HERR, Gott der Allmächtige, stellt sich in seinem Wort als der „ICH BIN, DER ICH BIN“ vor (2. Mose 3,14). Gott möchte uns damit klar machen, dass sein Wesen unabhängig und von jeher, also schon immer existiert hat. Gott existiert in sich selber. Welche Größe können wir hier nur bestaunen! Gott wurde in Jesus Christus Mensch und kam auf diese Erde. Er sprach zu den Juden, als sie sich wunderten, dass der Herr Jesus älter sein soll, als der längst verstorbene Abraham: „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ehe Abraham war, BIN ICH“ (Johannes 8,58). Was für eine majestätische Aussage des Herrn Jesus über sich selbst!

Der Herr Jesus sagt in Johannes 5,26: „Denn wie der Vater des Leben in sich selbst hat, so hat er auch dem Sohn verliehen, das Leben in sich selbst zu haben.“ Diese herrliche Wahrheit übersteigt unsere menschlichen Vorstellungen bei Weitem. Gott sagt damit aus, dass er in sich selbst existiert. Das Leben geht somit von ihm selber aus; er ist die Quelle des Lebens (Johannes 11,25).

Offenbarung 4,8b spricht gleich mehrere Merkmale Gottes an: „Heilig, heilig, heilig ist der Herr, Gott der Allmächtige, der war und der ist und der kommt!“. Der da ist bedeutet, dass er gegenwärtig existiert. Der da war, daran sieht man, dass Gott schon vor aller Zeit existierte. Der da kommt bezeichnet auch seine Ewig-Existenz in Zukunft. So sagt uns der Apostel Paulus in 2. Timotheus 1,10, dass auch wir Menschen von Gott für die Ewigkeit erschaffen sind: „die jetzt aber offenbar geworden ist (Anmerkung -> gemeint ist die Gnade Gottes) durch die Erscheinung unseres Retters Jesus Christus, der dem Tod die Macht genommen hat und Leben und Unvergänglichkeit ans Licht gebracht hat durch das Evangelium…“ (siehe auch 1. Johannes 1,2 / 1. Korinther 15,53-55).

Wir Menschen und diese Welt haben große Probleme. Wer kennt sie nicht? Was heute gesagt wurde, ist morgen schon wieder vergessen. Was heute beschlossen wurde, ist morgen nicht mehr gültig. Menschen ändern ihre Meinung, wie sich die Fahne im Wind dreht. Doch beim HERRN ist das anders. Er ist von Ewigkeit her der Unveränderliche und wird es auch immer bleiben. Seine Heiligkeit bspw. war immer gleich und wird es auch immer bleiben. Jesus Christus ist derselbe gestern und heute und auch in Ewigkeit! (Hebräer 13,8)
So spricht der HERR in Maleachi 3,6a: „Denn ich, der HERR, verändere mich nicht…“ (siehe auch Jakobus 1,17).

„Wissen ist Macht, nichts wissen macht nichts“. Ein typisch menschlicher Spruch. Wir Menschen denken immer, wir würden alles wissen. Die Wissenschaft fordert für sich das Recht ein, alles erklären zu können. Welch Hochmut! Doch was ist unser Wissen schon im Gegensatz zu der Allwissenheit Gottes?! Gottes Allwissenheit bedeutet, dass er nie etwas lernen musste (im Gegensatz zu uns Menschen), da er schon immer alles wusste (was wir Menschen nie werden). In Jesaja 40,13.14 sagt uns der HERR: „Wer hat den Geist des HERRN ergründet, und wer hat ihn als Ratgeber unterwiesen? Wen hat er um Rat gefragt, dass der ihn verständig machte und ihm den Weg des Rechts wiese, dass er ihn Erkenntnis lehrte und ihm den Weg der Einsicht zeigte?“ (siehe auch Römer 11,34). So dürfen wir auch getrost wissen, dass dem HERRN nichts entgeht und ALLES, was passiert, in der Hand das HERRN liegt! Welch ein Trost!

Neben der Allwissenheit und Allgegenwart (welche wir auch noch betrachten werden), ist eine weitere, für uns Menschen unfassbare Eigenschaft Gottes, die Allmächtigkeit. In Offenbarung 19,6 lesen wir:“Und ich hörte etwas wie die Stimme einer großen Volksmenge und wie das Rauschen vieler Wasser und wie der Schall starker Donner, die sprachen: Hallelujah! Denn der Herr, Gott, der Allmächtige, hat die Königsherrschaft angetreten!“. Dabei ist zu beachten, dass die Souveränität und die Allmacht Gottes einher gehen. Das eine kann nicht ohne das andere sein. Bei uns Menschen ist es so, dass wenn jemand regieren möchte, er Macht benötigt. Gott regiert aber (im Gegensatz zu uns sündigen Menschen) in Souveränität und dazu muss er Allmacht besitzen. Allmächtig sein bedeutet also, alle Macht zu haben. In Römer 1,20 sagt der Apostel Paulus:“denn sein unsichtbares Wesen, nämlich seine ewige Kraft und Gottheit, wird seit der Erschaffung der Welt an den Werken durch Nachdenken wahrgenommen, so dass sie keine Entschuldigung haben.“. Neben der Tatsache der ewigen Macht (Kraft) Gottes lesen wir in diesem Vers auch, dass die Menschen keine Ausrede haben, wenn sie behaupten, ihnen wäre nie etwas über Gott erzählt worden, denn alleine anhand der Schöpfung kann man Gottes Wirken erkennen! Die Allmacht Gottes findet sich auch noch an vielen anderen Stellen in der Bibel, die aber an dieser Stelle auf Grund ihrer Fülle nicht aufgezählt werden können.

Die Allgegenwart Gottes bedeutet, dass Gott zu jeder Zeit überall und nahe bei jedem und allem ist. Es gibt also keinen Ort, weder im Himmel, noch auf Erden, an dem sich der Mensch oder ein anderes Wesen vor Gott verstecken könnte. So sagt uns Psalm 33,13.14: „Der HERR schaut herab vom Himmel, er sieht alle Menschenkinder; Von der Stätte seiner Wohnung schaut er auf alle Bewohner der Erde.“ Zudem sagt uns Sprüche 15,3:“Die Augen des HERRN sind überall, sie erspähen die Bösen und die Guten.“ Weitere Bibelstellen zu Allgegenwart Gottes findet man in Psalm 139,7-11 / Jeremia 16,17 / Jeremia 23,24 und an vielen anderen Stellen in Gottes Wort.

Gott kann infolge dessen, was er ist, nicht aufhören zu sein, was er ist. Im Gegensatz zu uns Menschen, die wir doch leider sehr oft in unseren Worten, Taten und Gedanken untreu sind, kann Gott aufgrund seines Wesens nicht untreu sein, sonst würde er in Widerspruch zu seinem Wesen handeln. Der HERR ist treu und gleichzeitig  unveränderlich. Wenn er treu ist, so kann er nicht gleichzeitig untreu sein. Im 1. Korinther 1,9 steht:“Gott ist treu, durch den ihr berufen seid zur Gemeinschaft mit seinem Sohn Jesus Christus, unserem Herrn.“. Zudem sagt uns Hebräer 3,3:“Aber der Herr ist treu; er wird euch stärken und bewahren vor dem Bösen.“. Eine der wichtigsten Stellen über die Treue Gottes finden wir im 1. Johannes-Brief 1,9:“Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er (Anmerkung -> Gott ist hier gemeint) treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit.“ Dieser Vers alleine ist für den bekehrten Christen einer der wichtigsten Verse in Gottes Wort, sagt er doch auch gleichzeitig aus, dass NUR Gott ALLEIN uns die Sünden vergeben kann. KEIN Priester, KEINE Maria, KEINE Beichte bei sündigen Menschen, wie sie Priester nun einmal auch sind.

In allem, was Gott tut, ist er gerecht. Als Gott Abraham die Zerstörung Sodoms wegen ihrer Sünden ankündigte, sprach Abraham zu Gott in 1. Mose 18,25:“Das sei ferne von dir, dass du eine solche Sache tust und den Gerechten tötest mit dem Gottlosen, dass der Gerechte sei wie der Gottlose. Das sei Ferne von dir! Sollte der Richter der ganzen Erde nicht gerecht richten?“. Der HERR ist der Richter über die ganze Erde und in seinem Urteil absolut gerecht und unparteiisch, wieder im Gegensatz zu uns sündigen Menschen, die wir doch so oft Partei ergreifen und ungerecht handeln. Psalm 97,2 sagt:“Wolken und Dunkel sind um ihn her, Gerechtigkeit und Recht sind die Grundfeste seine Thrones.“. In Daniel 9,7a heißt es zudem:“Du, Herr, bist im Recht, uns aber treibt die Schamröte ins Gesicht…“. In Offenbarung 15,3b singen die Überwinder des Tieres (Antichrist) Gott ein Lied:“Groß und wunderbar sind deine Werke, o Herr, Gott, du Allmächtiger! Gerecht und wahrhaftig sind deine Wege, du König der Heiligen!“. Wie wir auch an vielen anderen Textstellen in der Bibel erkennen können, ist Gott in seinem Handeln also vollkommen gerecht.

Eines der erhabensten Themen bzw. ist die Beschäftigung mit der Heiligkeit Gottes. In Gottes Gegenwart kann kein Sünder überleben und würde sofort sterben, weil Gott keine Sünde sehen kann. Als Mose den HERRN bat, seine Herrlichkeit sehen zu dürfen, musste der HERR Mose in eine Felskluft stellen und seine Hand vor ihn legen, als er an ihm vorbeizog, da die Herrlichkeit (und Heiligkeit) Gottes zu überwältigend für Mose (wie auch für jeden von uns Menschen) gewesen wäre. Mose durfte den HERRN nur von hinten sehen:“Wenn dann meine Herrlichkeit vorübergeht, so stelle ich dich in die Felsenkluft und will dich mit meiner Hand solange bedecken, bis ich vorübergegangen bin. Wenn ich dann meine Hand zurückziehe, so darfst du hinter mir hersehen; aber mein Angesicht soll nicht gesehen werden!“ (2.Mose 33,22.23). In Jesaja 6,3-6 schaute Jesaja in einer himmlischen Vision den HERRN. Als Jesaja den HERRN erblickte, wurde er sich zugleich seiner Sündhaftigkeit vollkommen bewusst, so dass er ausrufen musste:“Wehe mir, ich bin verloren (oder ich vergehe)! Denn meine Augen haben den König, den HERRN der Heerscharen, gesehen!“. Auch der Apostel Johannes fiel wie tot zu Boden, als er den verherrlichten Sohn Gottes, den Herrn Jesus in den Zukunftsvisionen sah, als Gott ihn zu diesem Zweck in den Himmel entrückt hatte. So heißt es in Offenbarung 1,17:“Und als ich ihn (Anmerkung -> der Herr Jesus) sah, fiel ich zu seinen Füßen nieder wie tot. Und er legte seine Hand auf mich und sprach zu mir: Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte.“ Die Gläubigen, die dem Herrn Jesus angehören, werden ihn sehen wie er ist (1. Johannes 3,2)! Übrigens zeigen diese Stellen auch ganz klar den Gegensatz zu den unbiblischen Nahtod-Erfahrungen auf, von denen immer wieder in vielen Büchern und Internet-Videos die Rede ist, wo Menschen angeblich Gott gesehen haben oder bei ihm auf dem Schoß saßen etc. Ein Beispiel ist hier das Buch / der Film „Den Himmel gibt’s echt“. Auffällig ist bei den ganzen Nahtod-Erfahrungen, dass die Menschen, die dies angeblich erlebt haben, immer auf sich selber fixiert sind, sich selber also in den Mittelpunkt stellen und NICHT, im Gegensatz zu den biblischen Berichten, Gott als Mittelpunkt haben!

Die Barmherzigkeit Gottes ist die Eigenschaft, in der er sich dem verlorenen Sünder voller Mitleid naht. So wie Gottes Gerechtigkeit gegenüber der moralischen Ungerechtigkeit ist, so sehen wir in seiner Barmherzigkeit seine Güte gegenüber den menschlichen Leiden und Verschulden.
Gottes Barmherzigkeit und Gnade sind unzertrennbar eins. So finden wir sowohl zur Gnade, als auch zu seiner Gerechtigkeit viele Stellen in seinem Wort. In Epheser 2,7.8 sagt uns der Apostel Paulus:“damit er in den kommenden Weltzeiten den überschwänglichen Reichtum seiner Gnade in Güte an uns erweise in Christus Jesus. Denn aus Gnade seid ihr errettet durch den Glauben, und das nicht aus euch – Gottes Gabe ist es;“ Im Johannes-Evangelium 1,17 lesen wir:“Denn das Gesetz wurde durch Mose gegeben; die Gnade und die Wahrheit ist durch Jesus Christus geworden.“ Auch im alten Testament finden wir die Gnade Gottes. Zwei Stellen möchten wir hier anführen:“Noah aber fand Gnade in den Augen des HERRN.“ (1. Mose 6,8).
Eine weitere Stelle ist die, wo Mose Gnade beim HERRN fand:“Ich kenne dich mit Namen, und du hast Gnade gefunden vor meinen Augen.“ (2. Mose 33,12). Es gibt noch viele weitere Stellen in der heiligen Schrift über die Barmherzigkeit und Gnade Gottes, doch dies würde bei weitem den Rahmen hier sprengen. Bei Interesse kannst du, lieber Leser, bspw. in einer Konkordanz weitere Bibelstellen zur Gnade und Barmherzigkeit nachschlagen.

Die Liebe Gottes zu uns Menschen können wir NICHT mit der unseren, menschlichen Liebe vergleichen. Wir Menschen sprechen ja gerne von Verliebt-sein oder den Partner lieben. Verliebt-sein ist bspw. eine egoistische Eigenschaft des Menschen. Man möchte, dass der Partner, in dem man verliebt ist, in einem selber gute Gefühle hervor ruft. Wir haben schon Menschen sagen gehört:“Ich brauche immer das Gefühl, verliebt zu sein“. Wie Gott Liebe definiert, finden wir in 1. Korinther 13,4-7:“Die Liebe ist langmütig und gütig, die Liebe beneidet nicht, die Liebe prahlt nicht, sie bläht sich nicht auf; sie ist nicht unanständig, sie sucht nicht das Ihre, sie lässt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu; sie freut sich nicht an der Ungerechtigkeit, sie freut sich aber an der Wahrheit; sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie erduldet alles.“. Wer von uns Menschen kann da schon behaupten, wirklich, also göttlich, zu lieben? Übrigens sagt uns 1. Korinther 13,8, dass die Liebe niemals aufhören wird, aber Sprachenreden, Weissagungen und Erkenntnis weggetan werden. An dieser Bibelstelle kann man eindeutig erkennen, dass Zungenreden heutzutage oder angeblichen Prophetien NICHT vom heiligen Geist stammen können.
Es gibt zahlreiche Bibelstellen zur Liebe Gottes, hier nur Einige:

  • Größere Liebe hat niemand als die, dass er sein Leben hingibt für seine Freunde (Johannes 15,13)
  • Darin besteht die Liebe – nicht dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt hat und seinen Sohn gesandt hat als Sühnopfer für unsere Sünden (1. Johannes 4,10)
  • Gott ist Liebe (1. Johannes 4,16)
  • Was ich aber im Fleisch lebe, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat. (Galater 2,20b)
  • Denn so [sehr] hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat. (Johannes 3,16)

Mögen die, die den Herrn Jesus bereits im Glauben angenommen haben und so zu Kindern Gottes geworden sind, sich immer bewusst sein, dass die Liebe Gottes in ihre Herzen ausgegossen worden ist, durch den heiligen Geist, der ihnen gegeben worden ist (Römer 5,5).

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