Er zählt die Zahl der Sterne Und nennt sie alle mit Namen
Groß ist der Herr und reich an Macht; Sein Verstand ist unermesslich

Psalm 147,4.5

Wer ist Gott?

Eines vorab: Diese Frage kann durch uns Menschen in keinster Weise auch nur annähernd beantwortet werden. Dazu würde selbst die Gesamtheit aller Seiten des Internets nicht ansatzweise ausreichen; und das wären immerhin (Stand 2015) ausgedruckt ca. 136 Milliarden Seiten (Quelle). Doch wir brauchen nicht verzweifeln, denn der HERR hat alles, was wir über ihn wissen sollen, uns in seinem Wort mitgeteilt. 

Trinität Gottes

Gott hat sich uns offenbart

Zur Dreieinheit Gottes gehört der Vater. Der Vater war, wie alle 3 Personen der Gottheit, an der Schöpfung beteiligt. Einige Beispiele, wo etwas in der Bibel vom Vater (und der Dreieinheit Gottes zu lesen ist):

  • 1. Mose 1,26: Und Gott sprach: Lasst uns (Vater, Sohn und hlg. Geist -> Anmerkung von mir) Menschen machen nach unserem Bild, uns ähnlich.
  • Turmbau zu Babel: 1. Mose 11,7: Wohlan, lasst uns hinabsteigen und dort ihre Sprache verwirren…
  • 1. Johannes 3,1: Seht, welch eine Liebe hat uns der Vater erwiesen, dass wir Gottes Kinder heißen sollen und wir sind es auch! Darum erkennt uns die Welt nicht; denn sie hat ihn nicht erkannt.
  • 1. Johannes 2,15: Habt nicht lieb die Welt noch was in der Welt ist. Wenn jemand die Welt lieb hat, in dem ist nicht die Liebe des Vaters.
  • Philipper 4,20: Gott aber, unserm Vater, sei Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.

Gott ist Geist und unsichtbar (Johannes 4,24 / 1. Timotheus 1,17). Wenn Gott also unsichtbar ist, was können wir dann über den Vater wissen? Der Vater hat sich durch seinen Sohn Jesus Christus offenbart. Einer der eindrucksvollsten Verse dazu finden wir im Johannes-Evangelium. Der Herr Jesus erzählt in Johannes 14, 7 über den Vater: Wenn ihr mich erkannt hättet, so hättet ihr auch meinen Vater erkannt; und von nun an erkennt ihr ihn und habt ihn gesehen.
Philippus, einer der Jünger des Herrn Jesus, ist darüber ganz erstaunt und wundert sich. Schließlich fragt er den Herrn Jesus in Johannes 14,8: „Herr, zeige uns den Vater, so genügt es uns!“ Voller Vorfreude und gespannt wartet er nun darauf, dass der Vater der Herr im und den anderen Jüngern den Vater zeigt. Doch dann die für die Jünger bahnbrechende Antwort des Herrn Jesus, die wir in Johannes 14,9 finden: „So lange Zeit bin ich bei euch, und du hast mich noch nicht erkannt, Philippus? Wer mich gesehen hat, der hat den Vater gesehen…“
Schließlich sagt der Herr Jesus noch in Johannes 14,10.11: 10 Glaubst du nicht, dass ich im Vater bin und der Vater in mir ist? Die Worte, die ich zu euch rede, rede ich nicht aus mir selbst, und der Vater, der in mir wohnt, der tut die Werke. 11 Glaubt mir, dass ich im Vater bin und der Vater in mir ist; wenn nicht, so glaubt mir doch um der Werke willen!
Wir sehen hier also auch einen einen eindeutigen Beweis, dass der Herr Jesus selbst Gott ist!

Die Trinität, also die Dreieinheit Gottes, ist für uns Menschen unbegreiflich, aber dennoch eine Realität, die man nicht leugnen kann. Das beste Beispiel dafür sind die drei Aggregatszustände von Wasser:

  1. Der flüssige, „normale“ Zustand von Wasser, wenn die Temperatur über 0 Grad, aber unter 100 Grad ist
  2. Der feste Zustand, wenn die Temperatur unter 0 Grad ist
  3. Der gasförmige Zustand (Wasser verdampft), wenn die Siedepunkt von 100 Grad erreicht hat

Trotz der verschiedenen Zustände ist Wasser immer Wasser.

Gott hat sich uns offenbart

Leider gibt es viele unbiblische Ansichten / Lehren über den Herrn Jesus. So vertreten einige Leute bspw. die Ansicht, dass der Herr Jesus nicht Gott sei, sondern „nur“ ein normaler Mensch. Es gibt noch andere, wirre Theorien über den Herrn Jesus, die alle der menschlichen Phantasie entstammen, weil sie nicht auf dem Wort Gottes beruhen. Im Folgenden sind nun einige Bibelstellen aufgeführt, die eindeutig aufzeigen, dass der Herr Jesus selber Gott ist:

  • 1. Mose 1,26: Und Gott sprach: Lasst uns (Vater, Sohn und hlg. Geist -> Anmerkung von mir) Menschen machen nach unserem Bild, uns ähnlich.
  • Turmbau zu Babel: 1. Mose 11,7: Wohlan, lasst uns hinabsteigen und dort ihre Sprache verwirren…
  • Johannes 1,1.14: Im Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott und das Wort war Gott.
    Und das Wort wurde Fleisch (Anmerkung -> der Herr Jesus wurde also Mensch) und wohnte unter uns…
    Wort (griechisch: logos) ist ein Name vom Herrn Jesus Christus (siehe 1. Johannes 1,1 / Offenbarung 19,13). Zudem sehen wir, dass in Johannes 1,1 steht „Im Anfang WAR das Wort und das Wort WAR bei Gott“. Das bedeutet, dass der Herr Jesus schon IM ANFANG da war, also schon von Ewigkeit her! Er hat schon immer als Gott existiert.
  • Johannes 14,9: „So lange Zeit bin ich bei euch, und du hast mich noch nicht erkannt, Philippus? Wer mich gesehen hat, der hat den Vater gesehen…“
  • Johannes 10,30: Ich und der Vater sind eins.
  • Kolosser 1,15: Dieser (Anmerkung -> also der Herr Jesus) ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes…
  • In Johannes 20,28 berührt Thomas, einer der Jünger des Herrn, die Wundmale und die Seite, wo der Herr durchstochen wurde nach seinem Tod am Kreuz, den auferstandenen Herrn Jesus: Und Thomas antwortete und sprach zu ihm: Mein Herr und mein Gott!
  • Die eindeutigste Stelle finden wir in 2. Petrus 1.1: Simon Petrus, Knecht und Apostel Jesus Christi, an die, welche den gleichen kostbaren Glauben wie wir empfangen haben an die Gerechtigkeit unseres Gottes und Retters Jesus Christus.

Es gibt auch noch viele andere Bibelstellen, die belegen, dass der Herr Jesus auch gleichzeitig Gott ist. Dies würde aber an dieser Stelle zu weit führen. Wie wir gesehen haben, sagt die Bibel eindeutig, dass der Herr Jesus Gott ist. Wer diese Tatsache leugnet, hat Gott nicht erkannt.

Den Herrn Jesus finden wir nicht nur im neuen Testament, sondern auch an zahlreichen Stellen im alten Testament. So war der Herr Jesus sogar schon dort in menschlicher Gestalt als Engel des Herrn immer mal wieder (kurzzeitig) auf der Erde:

  • 1. Mose 16,7-14: Hier erscheint DER Engel des Herrn Hagar
  • 1. Mose 18,22: In Kapitel 18 kommen Abraham drei Männer entgegen. Zwei von ihnen sind Engel und der dritte Mann ist DER Engel des Herrn, Jahwe, der Herr Jesus selbst. In Vers 22 wandten sich die drei Männer nach Sodom, aber Abraham blieb noch stehen vor dem HERRN, also vor Jahwe bzw. Jesus Christus.
  • 1. Mose 31,11.13: DER Engel des Herrn erschien Jakob im Traum (Vers 11). In Vers 13 sagt er dann zu Jakob: „Ich bin der Gott von Bethel“…
  • 1. Mose 32,25-31: Jakob rang mit einem Mann bis zum Anbruch der Morgenröte (Vers 25). In Vers 31 heißt es: Jakob aber nannte den Ort Pniel (Anmerkung -> bedeutet Angesicht Gottes); denn er sprach: Ich habe Gott von Angesicht zu Angesicht gesehen, und meine Seele ist gerettet worden.
  • An vielen weiteren Stellen finden wir auch noch DEN Engel des Herrn, also Jahwe, den Herrn Jesus, wieder.

Jesus Christus finden wir auch in zahlreichen Psalmen wieder. Dort werden unter anderem die prophetische Vorschau auf das 1000-jährige Reich, die Leiden und die Herrlichkeiten des Herrn Jesus aufgezeigt:

  • Leiden Christi: Psalm 40, 102, 69 und 22
  • Die Herrlichkeiten danach: Psalm 16, 45, 2, 8, 110 und 72

Zudem finden wir in den Propheten auch an etlichen Stellen Hinweise auf den Herrn Jesus zu seiner Menschwerdung und seinen Leiden hier auf der Erde. Einige Stellen aus dem Propheten Jesaja möchten wir hier erwähnen:

  • Jesaja 7,14: Darum wird euch der Herr selbst ein Zeichen geben: Siehe, die Jungfrau wird schwanger werden und einen Sohn gebären und wird ihm den Namen Immanuel (Anmerkung -> bedeutet Gott mit uns) geben.
  • Jesaja 9,5: Denn ein Kind ist uns geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter, und man nennt seinen Namen: Wunderbarer, Ratgeber, starker Gott (Anmerkung -> Ebenfalls ein Hinweis auf die Gottheit Jesus Christi), Ewig-Vater, Friedefürst.
  • Jesaja 40,10.11: Siehe, GOTT, der Herr, kommt mit Macht, und sein Arm wird herrschen…Vers 11: Er wird seine Herde weiden wie ein Hirte…
  • Jesaja 42, 1-4: Hier wird ebenfalls über den Herrn Jesus gesprochen
  • Jesaja 53: Eines der beeindruckendsten Kapitel, es beschreibt die Leiden  und das Sterben des Herrn Jesus für uns Sünder.

Im 2. Buch Mose fragte Mose Gott beim brennenden Busch: Was ist dein Name? (Vers 13). Die beeindruckende Antwort darauf kommt von Gott in Vers 14: Ich bin der ich bin!
Es gibt neun Stellen im alten Testament, wo der Herr seinen Namen (ICH BIN) konkreter darstellt:

  • Jahwe Jire: „Der Herr wird ersehen“ (1. Mose 22,14)
  • Jahwe Rapha: „Der Herr, der dich heilt“ (2. Mose 15,26)
  • Jahwe Nissi: „Der Herr, unser Banner (2. Mose 17,15)
  • Jahwe M`Kaddesch: „Der Herr, der heiligt“ (3. Mose 20,8)
  • Jahwe Schalom: „Der Herr ist Friede.“ (Richter 6,24)
  • Jahwe Roi: „Der Herr ist mein Hirte.“ (Psalm 23,1)
  • Jahwe Zebaoth: „Der Herr der Heerscharen“ (Psalm 46,8)
  • Jahwe Zidkenu: „Der Herr, unsere Gerechtigkeit“ (Jeremia 23,6)
  • Jahwe Schamma: „Hier ist der Herr.“ (Hesekiel 48,35)

Im neuen Testament, speziell im Johannes-Evangelium, aber auch z.B. in der Offenbarung, sagt der Herr Jesus öfter, dass ER der ICH BIN ist:

  • Ich bin das Brot des Lebens… (Johannes 6,35)
  • Ich bin das Licht der Welt… (Johannes 8,12)
  • Ich bin die Tür… (Johannes 10, 9)
  • Ich bin der gute Hirte… (Johannes 10,11)
  • Ich bin die Auferstehung und das Leben (Johannes 11,25.26)
  • Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben… (Johannes 14,6)
  • Ich bin der Erste und der Letzte und der Lebendige… (Offenbarung 1,17.18)

NUR durch den Herrn Jesus kann man errettet werden. Es gibt, das sagt uns die Bibel, keinen anderen Weg, um errettet zu werden, als nur durch den Herrn Jesus:

  • Johannes 14,6: Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater als nur durch mich!
  • Johannes 3,16: Denn so [sehr] hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat.
  • Johannes 3,17: Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richte, sondern damit die Welt durch ihn gerettet werde.
  • Apostelgeschichte 2,21: Uns es soll geschehen: Jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird errettet werden.
  • Apostelgeschichte 4,12: Und es ist in keinem anderen das Heil; denn es ist kein anderer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, in dem wir gerettet werden sollen!
  • Apostelgeschichte 16,31: Sie aber sprachen: Glaube an den Herrn Jesus Christus, so wirst du gerettet werden, du und dein Haus!
  • 1. Timotheus 2,5: Denn es ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und den Menschen, der Mensch Christus Jesus.

Im 1. Timoteus 2,5 steht übrigens „der Mensch Christus Jesus“. Der Herr Jesus war sowohl vollkommen(er) Mensch, als auch gleichzeitig Gott. Nun sitzt er zur Rechten Gottes, des Vaters, als verherrlichter Mensch und gleichzeitig Gott. Eine für uns Menschen unbegreifliche Tatsache, genauso wie die Trinität Gottes: Drei Personen, EIN Gott.
Konkret bedeutet errettet werden, zu Gott umzukehren und den Herrn Jesus als seinen persönlichen Retter und Heiland anzunehmen, sowie ihm die eigenen Sünden zu bekennen und an ihn zu glauben. Hier erfährst du mehr darüber.

In den vier Evangelien wird der Herr Jesus von den jeweiligen Autoren aus vier verschiedenen Blickwinkeln betrachtet:

  • Matthäus-Evangelium: Hier wird der Herr Jesus als der verheißene Messias und König der Juden dargestellt
  • Markus-Evangelium: Hier wird der Herr Jesus als der vollkommene Knecht Gottes dargestellt, den Gott gesandt hat
  • Lukas-Evangelium: Hier wird der Herr Jesus als der Sohn des Menschen (Menschensohn) dargestellt
  • Johannes-Evangelium: Hier wird der Herr Jesus schließlich als der Sohn Gottes dargestellt und somit besonders die göttlichen Eigenschaften des Herrn Jesus hervor gehoben

Gott hat sich uns offenbart

Auch der heilige Geist ist Teil der dreieinigen Gottheit. Auch hierzu gibt es einige Bibelstellen:

  • 1. Mose 1,26: Und Gott sprach: Lasst uns (Vater, Sohn und hlg. Geist -> Anmerkung von mir) Menschen machen nach unserem Bild, uns ähnlich.
  • Turmbau zu Babel: 1. Mose 11,7: Wohlan, lasst uns hinabsteigen und dort ihre Sprache verwirren…
  • 1. Mose 1.2: Die Erde war wüst und leer, und es lag Finsternis auf der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte über den Wassern.
  • Matthäus 28,19: So geht nun hin und macht zu Jüngern alle Völker, und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes
  • Johannes 4,24: Gott ist Geist, und die ihn anbeten, müssen ihn in Geist und in der Wahrheit anbeten.

Aufgaben des heiligen Geistes in der heutigen Zeit:

  • Überführt von Sünde und zeigt dann die Buße auf (Umkehr zu Gott, Sinnesänderung) (Johannes 16,8.9)
  • Durch den heiligen Geist hat man Gewissheit, dass man ein Kind Gottes ist (Römer 8,9.14-16 / Epheser 1,13.14)
  • Man ist im heiligen Geist geheiligt (1. Petrus 1,2, Römer 15.16b)
  • Der heilige Geist wohnt sowohl in jedem Gläubigen, als auch in der Gemeinde Gottes (1. Korinther 3,16,6.19)
  • Der heilige Geist wird jedem gegeben, der den Herrn Jesus als Heiland annimmt und daran glaubt, dass der Herr Jesus am Kreuz auf Golgatha für seine Sünden gestorben ist (Johannes 3,5-8 / Römer 8,9 / 1. Johannes 5,12)
  • Man erkennt an der Frucht des Geistes, ob man diesen besitzt. Die Früchte sind: Freude, Friede, Liebe, Langmut, Freundlichkeit, Gütigkeit, Treue, Sanftmut, Enthaltsamkeit (Galater 5,22)
  • Im Gegensatz zu manch spektakulären Auftritten (Zungenreden etc.) sagt die Bibel eindeutig, dass mit keiner besonderen, spektakulären Geistestaufe zu rechnen ist, nachdem der Gläubige wiedergeboren ist und den heiligen Geist empfangen hat! (Johannes 7,39 / Apostelgeschichte 10,44 / 1. Korinther 12,13, / Epheser 1,13 etc.)
  • Weitere Bibelstellen über den heiligen Geist findet man unter anderem an folgenden Stellen: Römer 15,13 /  2 Korinther 3,17 / 1. Korinther 6,19.20, Lukas 11,13 / Römer 5,5 etc.
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