Wer an den Sohn glaubt, der hat ewiges Leben; wer aber dem Sohn nicht glaubt, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm.

Johannes 3,36

Fragen & Antworten zum Glauben

Gottes Wort gibt uns darauf in Hebräer 11,1 die Antwort, denn dort steht die klare Definition, was Glaube ist:“Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht (oder auch: eine Verwirklichung dessen) auf das, was man hofft, eine Überzeugung von Tatsachen, die man nicht sieht.“.
Mit anderen Worten: Wenn ich glaube, dann habe ich die feste Zuversicht, dass das, was ich glaube, eintreffen wird und ich überzeugt bin von den Wirklichkeiten jenseits der sichtbaren Welt. Ich bin also überzeugt, dass das, was in der Bibel steht, wahr ist und der unsichtbare Gott (Kolosser 1,15) existiert. Kurz gesagt, glauben ist nicht schauen! Hier noch einige Verse aus Gottes Wort:

  • 2. Korinther 4,18: da wir nicht auf das Sichtbare sehen, sondern auf das Unsichtbare; denn was sichtbar ist, das ist zeitlich; was aber unsichtbar ist, das ist ewig.
  • Johannes 20,29: Jesus spricht zu ihm: Thomas, du glaubst, weil du mich gesehen hast; glückselig sind, die nicht sehen und doch glauben!

Diesen Satz hören wir leider sehr oft. Es ist nicht egal, an was man glaubt. Wichtig ist, dass man den RICHTIGEN Glauben hat; und das ist der Glaube an den einzigen, wahrhaftigen und lebendigen Gott, nämlich den Gott der Bibel! Gott stellt in seinem Wort klar, dass er der einzige Gott ist. Hier nun einige von zahlreichen Bibelstellen, in denen der HERR beansprucht, der EINZIGE Gott zu sein:

  • Jesaja 43,10b.11: …,damit ihr erkennt und mir glaubt und einseht, dass ich es bin; vor mir ist kein Gott gebildet worden, und nach mir wird es keinen geben. Ich, ich bin der HERR, und außer mir gibt es keinen Retter.
  • Jesaja 44,6b: Ich bin der Erste, und ich bin der Letzte, und außer mir gibt es keinen Gott.
  • Jesaja 45,21b.22: Und sonst gibt es keinen anderen Gott, einen gerechten Gott und Erretter; außer mir gibt es keinen! Wendet euch zu mir, so werdet ihr gerettet, all ihr Enden der Erde; denn ich bin Gott und keiner sonst!
  • Johannes 17,3: Das ist das ewige Leben, dass sie dich, den allein wahren Gott, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen.

Der HERR sagt auch ganz klar, dass alle anderen „Götter“, die geschnitzt oder gefertigt sind, nichtige Götzen sind! Dazu gehören auch die ganzen Bilder und Statuen von sogenannten „Heiligen“ und von Jesus, denn wir sollen uns kein Bildnis machen noch irgend ein Gleichnis von dem was oben im Himmel, noch was hier auf der Erde, noch was in den Wassern oder unter der Erde ist (2. Mose 20,4):

  • Jesaja 45,9: Alle Götzenmacher sind nichtig, und ihre Lieblinge nützen nichts…
  • Jesaja 44,17.18: Aus dem Rest aber macht er einen Gott, sein Götzenbild. Er kniet davor nieder, verehrt es und fleht zu ihm und spricht:“Errette mich, denn du bist mein Gott!“ Sie erkennen und verstehen es nicht, denn er hat ihre Augen verklebt, dass sie nicht sehen, und ihre Herzen, dass sie nichts verstehen.
  • Psalm 96,5: Denn alle Götter der Völker sind nichtige Götzen; aber der HERR hat die Himmel gemacht.
  • Apostelgeschichte 14,15b: …dass ihr euch von diesen nichtigen [Götzen] bekehren sollt zu dem lebendigen Gott, der den Himmel und die Erde gemacht hat, das Meer und alles, was darin ist!
  • 1. Johannes 5,21: Kinder, hütet euch vor den Götzen! Amen.
  • Offenbarung 9,20: Und die übrigen Menschen, die durch diese Plagen nicht getötet wurden, taten nicht Buße über die Werke ihrer Hände, so dass sie nicht mehr die Dämonen und die Götzen aus Gold und Silber und Erz und Stein und Holz angebetet hätten, die weder sehen, noch hören, noch gehen können.

Der große Unterschied ist, dass der Glaube an den Herrn Jesus KEINE Religion ist! Bei den menschlichen Religionen versuchen die Menschen, von sich aus durch gute Werke, durch eigene Anstrengungen, durch Rituale zu Gott zu gelangen bzw. in den Himmel zu kommen. Bildlich gesprochen, versuchen diese Menschen eine Rolltreppe hoch zu gehen, welche aber nach unten, also in die verkehrte Richtung fährt. Bei dem Gott der Bibel ist GOTT SELBST auf die Erde gekommen, um uns Menschen zu erretten, alleine nur aus seiner Gnade und Liebe zu uns. Gott gab seinen einzigen Sohn für uns, damit wir errettet werden können, durch den Glauben an den Sohn Gottes (Johannes 3,16).
Hier ist ganz klar zu erkennen, dass Gott es war, der uns den EINZIGEN WEG zur Errettung geschaffen hat.

Diese Frage mag zunächst etwas seltsam erscheinen. Doch umso überraschter mag für viele die Aussage in Gottes Wort sein, dass auch der Glaube des Menschen allein auf dem Wirken Gottes beruht! In Johannes 6,37 heißt es:“Alles, was mir der Vater gibt, wird zu mir kommen; und wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen.“ Weiter heißt es in Johannes 6,44:“Niemand kann zu mir kommen, es sei denn, dass ihn der Vater zieht, der mich gesandt hat…“ Schließlich heißt es noch in Johannes 6,65:“Und er sprach: Darum habe ich euch gesagt: Niemand kann zu mir kommen, es sei ihm denn von meinem Vater gegeben!“ Damit wird klar ausgesagt, dass der Glaube an Gott nicht menschlicher Verdienst ist, sondern dass Gott selber die seinigen beruft! ABER: Trotzdem liegt es in der Verantwortung jedes einzelnen Menschen, zu Gott umzukehren und an ihn (den Herrn Jesus) zu glauben. Gott überlässt jedem Menschen die Entscheidung selber, ob er errettet werden möchte oder nicht. Entscheidet sich der Mensch dagegen oder für gar keine der beiden Möglichkeiten, so ist er verloren.

Um diese Frage beantworten zu können, muss man zwischen dem reinen Kopfglauben und dem Herzensglauben unterscheiden. Glaube ich also nur vom Kopf her, dass es z.B. einen Gott gibt oder erkenne ich wirklich mit aufrichtigem Herzen, dass ich ein verlorener Sünder bin, der Gott nichts, aber auch gar nichts zu bieten hat? Ich kann und soll mit zerbrochenem Herzen zu ihm kommen, ihm meine Schuld bekennen und ihn bitten in mein Leben zu kommen. Bleibt der Glaube im Verstand stecken oder wandert er ins Herz?

Wenn jemand sagt, er kann nicht glauben, sollte er sich ernsthaft fragen: „Kann ich nicht glauben oder, muss ich nicht doch eher sagen, WILL ich nicht glauben?“ Hat man vielleicht Angst davor, dass sich, durch die Umkehr (Bekehrung) zu Gott vielleicht TATSÄCHLICH etwas (nicht nur etwas, sondern das ganze Leben) ändern könnte? Es gibt einen schönen (menschlichen) Spruch: Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Ausreden…
Wie sieht es in dieser Hinsicht mit DIR aus, lieber Besucher?

Diese Frage hören wir sehr sehr häufig in Gesprächen mit Menschen. Es ist ein sehr berechtigte Frage. Gott ist doch ein Gott der Liebe (1. Johannes 4,8). Ja, aber Gott lässt auch all die Dinge zu, die hier auf der Erde geschehen, wie bspw. Naturkatastrophen, Kriege und Krankheiten. Dies alles haben wir Menschen uns allerdings aufgrund des SÜNDENFALLS selbst zuzuschreiben. Wir möchten das an einem Beispiel deutlich machen: Angenommen, ich fahre nachts auf der Straße mit meinem Auto, schalte während der Fahrt die Scheinwerfer meines Autos aus und baue einen Unfall. Dann kann ich auch nicht dem Hersteller, der die Scheinwerfer in das Auto eingebaut hat, die Schuld dafür geben, dass ICH das Licht ausgeschaltet habe! Genauso wenig können wir Gott für unsere Sünden die Schuld geben!
Zudem kann der Schöpfer mit seinen Geschöpfen tun und lassen, was er möchte. Paulus hat es treffend in Römer 9,20.21 geschrieben: „Ja, o Mensch, wer bist denn du, dass du mit Gott rechten willst? Spricht auch das Gebilde zu dem, der es geformt hat: Warum hast du mich so gemacht? Oder hat nicht der Töpfer Macht über den Ton, aus derselben Masse das eine Gefäß zur Ehre, das andere zur Unehre zu machen?“
Was hätte Hiob denn erst Recht Grund gehabt, Gott anzuklagen, als Gott es zuließ, dass Satan dem Hiob alles nehmen durfte: Familie, Kinder, seinen ganzen Besitz. Hiob wurde mit schlimmen Geschwüren am ganzen Körper übersät. Er war ein rechtschaffener und gottesfürchtiger Mann, der dem HERRN opferte. Anstatt Gott anzuklagen, tat er folgendes, was wir in Hiob 1,20.21 lesen: „Da stand Hiob auf und zerriss sein Gewand und schor sein Haupt (Anmerkung -> dies war damals ein Zeichen der Trauer); und er warf sich auf die Erde nieder und betete an. Und er sprach: Nackt bin ich aus dem Leib meiner Mutter gekommen, nackt werde ich wieder dahingehen. Der HERR hat gegeben, der HERR hat genommen; der Name des HERRN sei gelobt!“ Was für ein Beispiel können wir uns daran nur nehmen!

Bei einem ECHTEN Glauben zeigt sich dieser nicht nur durch ein klares Bekenntnis zu Jesus Christus, sondern auch durch Werke, das heißt, durch die Erkennbarkeit der Nachfolge. Das bedeutet:

  • Gehorsam gegenüber Gott (Hebräer 11)
  • Zeugnis sein für den HERRN: In der Versammlung, am täglichen Arbeitsplatz, in der Familie, in der Schule, gegenüber fremden Menschen (vergleiche Matthäus 10,32 / Römer 10,9.10 / Jakobus 2,14-26 / Jakobus 3,13 etc.)

WICHTIG: Das bedeutet NICHT, dass wir aus Werken errettet sind, bzw. durch Werke in den Himmel kommen, wie es eine große Kirche ja behauptet. Hier kann immer wieder nur bspw. Epheser 2,8.9 (Aus Glauben sind wir errettet und nicht aus Werken…damit niemand sich rühme) , Johannes 3,16 / Johannes 3,36 / Apostelgeschichte 10,43 / Galater 3,26 etc. erwähnt werden. Die Werke resultieren aus dem Glauben und nicht umgekehrt!

Dazu geben uns unter anderem folgende Bibelstellen Aufschluss:

  • Römer 10,17: Demnach kommt der Glaube aus der Verkündigung, die Verkündigung aber durch Gottes Wort.
  • Markus 9,24: Und sogleich rief der Vater des Knaben mit Tränen und sprach: Ich glaube, Herr; hilf mir, [loszukommen] von meinem Unglauben!
  • Lukas 17,5: Und die Apostel sprachen zum Herrn: Mehre und den Glauben!
  • Apostelgeschichte 15,7b: Ihr Männer und Brüder, ihr wisst, dass Gott lange vor diesen Tagen mitten unter uns die Heiden erwählt hat, dass sie durch meinen Mund das Wort des Evangeliums hören und zum Glauben kommen sollten.

Jesus spricht zu ihm: Thomas, du glaubst, weil du mich gesehen hast; glückselig sind, die nicht sehen und doch glauben!

Johannes 20,29
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