Seid ausdauernd im Gebet und wacht darin mit Danksagung.

Kolosser 4,2

Wie wir beten sollen

Das Wort Gottes zeigt uns auf, wie wir beten sollen. Erfahre hier, lieber Besucher, was die Bibel uns dazu sagt, wie wir beten sollen.

Erhörtes Gebet

Die Bibel zeigt uns einige Voraussetzungen auf, damit Gebet erhört wird. Deshalb zeige ich dir, lieber Besucher, auf, welche das sind.

Wie wir nicht beten sollen

Schließlich sagt die Bibel uns auch, wie wir nicht beten sollen. Dies erfährst du, lieber Besucher, an dieser Stelle.

Einführung zum Thema Gebet

Das Thema „Gebet“ ist eines der komplexesten und kann auf dieser Seite nur angeschnitten werden.
Zunächst bedeutet beten, mit Gott zu reden. Durch die Bibel redet Gott mit uns; durch das Gebet reden wir mit Gott. Es ist also eine gegenseitige Kommunikation zwischen dem Schöpfer und seinem Geschöpf, zwischen dem Vater und seinem Kind (wenn man errettet ist -> siehe Errettung).
Gebet fokussiert sich nicht nur auf die Aspekte des Dankens, des Flehens und des Bittens, sondern geht viel weiter und viel tiefer. Man lernt unter anderem auch, für andere zu bitten, was wiederum dazu führt, von sich selbst wegzuschauen.
Durch das Gebet gibt Gott uns die Möglichkeit, ihn anzubeten, eine innige Gemeinschaft mit ihm zu haben.
Die Bibel hat sehr viel zum Thema Gebet zu sagen, denn sie gibt uns konkrete Belehrungen darüber.
Unterschiedliche Meinungen gibt es zum „Vater unser“-Gebet, welches der Herr Jesus uns unter anderem im (neben dem Lukas-Evangelium) Matthäus-Evangelium (Matthäus 6,9-15) vorstellt. Die einen sagen, dass man das Gebet so wortwörtlich beten sollte. Andere wiederum sagen, dass dieses Gebet eine Schablone ist, wie wir in ähnlicher Art unsere Gebete formulieren sollen, nur mit eigenen Worten. Wir sind auch der Meinung, dass dieses Gebet nicht einfach „runtergerattert“ werden sollte, sondern dass man in eigenen Worten beten sollte (in Geist und Wahrheit anbeten, siehe Johannes  4,23). Wichtig ist auf jeden Fall, dass das Gebet von Herzen kommt.
Es gibt drei Möglichkeiten, auf welche Weise Gott uns auf unsere Gebete antwortet. Entweder sagt er ja zum Gebet oder nein oder ja, aber zu einem späteren Zeitpunkt. Der HERR kann also auch Gebete nicht erhören, weil er etwas anderes mit uns vorhat. Eines aber ist sicher: Gott wird IMMER das Richtige tun! Auch wenn wir seine Wege mit uns manchmal nicht verstehen, so sind unsere Wege nicht seine Wege und unsere Gedanken nicht seine Gedanken (Jesaja 55,8)

Wie bereits oben erwähnt, sagt uns das Wort Gottes an vielen Stellen, wie wir beten sollen. An dieser Stelle möchten wir dir, lieber Leser, nun einige Verse vorstellen, die uns aufzeigen, wie wir beten sollen:

  • Der Herr Jesus lehrt uns in Lukas 11,1-4 und Matthäus 6,9-13 das „Vater unser“. Dies ist, wie ich bereits im Abschnitt „Einführung zum Thema Gebet“ geschrieben habe, Ansichtssache von verschiedenen Auslegern, wie wir das „Vater unser“ beten (wörtlich oder im übertragenen Sinne beten).
  • Hebräer 13,15: Durch ihn lasst uns nun Gott beständig ein Opfer des Lobes darbringen, das ist die Frucht der Lippen, die seinen Namen bekennen.
  • Psalm 95,2: Lasst uns ihm begegnen mit Lobgesang und mit Psalmen ihm zujauchzen!
  • Psalm 100,4: Geht ein zu seinen Toren mit Danken, zu seinen Vorhöfen mit Loben; Dankt ihm, preis seinen Namen!
  • Philipper 4,6: Sorgt euch um nichts; sondern in allem lasst durch Gebet und Flehen mit Danksagung eure Anliegen vor Gott kundwerden.
  • Matthäus 7,7.8: Bittet, so wird euch gegeben; sucht, so werdet ihr finden; klopft an, so wird euch aufgetan! Denn jeder, der bittet, empfängt; und wer sucht, der findet; und wer anklopft, dem wird aufgetan.

Gott erhört Gebete. Wie bereits in der Einführung zum Gebet weiter oben erwähnt wurde, sollte man trotz allem immer bedenken, dass der HERR Gebete auch nicht erhören kann. Hier folgen nun einige Stellen aus Gottes Wort zum Thema erhörtes Gebet:

  • Johannes 15,7: Wenn ihr in mir bleibt und meine Worte in euch bleiben, so werdet ihr bitten, was ihr wollt, und es wird euch zuteil werden.
    Wie man an diesem Vers sieht, sagt der HERR, dass wir ihn IHM und in seinem WORT bleiben müssen, so dass unsere Gebete erhört werden. Dies ist also eine der Voraussetzungen für erhörtes Gebet.
  • 1. Johannes 5,14: Und dies ist die Freimütigkeit, die wir ihm gegenüber haben, dass er uns hört, wenn wir seinem Willen gemäß um etwas bitten.
    Auch am diesem Vers können wir erkennen, dass der HERR uns Voraussetzungen nennt; nämlich nach SEINEM WILLEN gemäß um etwas bitten sollen. Man muss sich also fragen, nach welchem Motiv man persönlich den HERRN jetzt bittet? Ist es für mehr Luxus, materielle Dinge, etwas moralisch Verwerfliches, etwas Egoistisches? Solche Gebete wird der HERR sicherlich nicht erhören.
  • Daniel 10,12: Da sprach er (Anmerkung -> also der HERR) zu mir: Fürchte dich nicht, Daniel! Denn von dem ersten Tag an, da du dein Herz darauf gerichtet hast, zu verstehen und dich vor deinem Gott zu demütigen, sind deine Worte erhört worden, und ich bin gekommen um deiner Worte willen.
    Wir sehen hier, wie Daniel sich verhalten hat, damit der HERR sich seiner Gebet annahm: Indem Daniel sich DEMÜTIGTE und er sein Herz auf die Erkenntnis des Willens Gottes ausrichtete, wurden seine Gebete erhört.
  • Hebräer 11,6: Ohne Glauben aber ist es unmöglich, ihm wohlzugefallen; denn wer zu Gott kommt, muss glauben, dass er ist und dass er die belohnen wird, welche ihn suchen.
    Es wird hier DIE Grundvoraussetzung überhaupt genannt, um überhaupt von Gott erhört zu werden: Man muss glauben, DASS ES GOTT GIBT! Zudem muss man daran glauben, dass er die belohnen wird, welche ihr Herz auf ihn ausgerichtet haben.
  • Jakobus 1,6-8: Er bitte aber im Glauben und zweifle nicht; denn wer zweifelt, gleicht einer Meereswoge, die vom Wind getrieben und hin- und hergeworfen wird. Ein solcher Mensch denke nicht, dass er etwas von dem Herrn empfangen wird, ein Mann mit geteiltem Herzen, unbeständig in all seinen Wegen.
    Man darf also nicht daran zweifeln und muss von ganzem Herzen glauben, dass man das Erbetene bekommt (sofern es mit dem Willen Gottes übereinstimmt).

Das Wort Gottes gibt uns auch an vielen Stellen klare Aussagen darüber, wann der HERR Gebete NICHT erhört. Hier eine kleine Auswahl von Bibelversen:

  • Psalm 66, 18: Hätte ich Unrecht vorgehabt in meinem Herzen, so hätte der Herr nicht erhört;
    Wenn ich also bspw. den HERRN bitte, er soll mich zum Lotto-Millionär machen oder ich bitte darum, dass es einer anderen Person schlecht geht, so wird Gott dieses Gebet gewiss nicht erhören.
  • Jesaja 59,1.2: Siehe, die Hand des HERRN ist nicht zu kurz zum Retten und sein Ohr nicht zu schwer zum Hören; sondern eure Missetaten trennen euch von eurem Gott, und eure Sünden verbergen sein Angesicht vor euch, dass er nicht hört!
    Es sind unsere Sünden, die es verhindern, dass der HERR unsere Gebete nicht erhört. Unsere Sünden trennen uns von Gott. Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist der HERR treu und gerecht, dass er uns unsere Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit (1. Johannes 1,9).
  • Jakobus 4,3: Ihr bittet und bekommt es nicht, weil ihr in böser Absicht bittet, um es in euren Lüsten zu vergeuden.
    Wenn wir so bitten, dass es zur Befriedigung der eigenen Lüste dient, werden unsere Gebete vom HERRN nicht erhört.
  • Matthäus 6,5: Und wenn du betest, sollst du nicht sein wie die Heuchler; denn sie stellen sich gern in den Synagogen und an den Straßenecken auf und beten, um von Leuten bemerkt zu werden. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn schon empfangen.
    Wir Menschen haben oft Geltungsbedürfnis. Sehen und gesehen werden. So kann es auch im Gebet sein, indem wir uns gerne vor anderen zeigen und so beten, dass es möglichst viele mitbekommen, wie „toll“ man doch beten kann. Das ist Hochmut (Gott widersteht dem Hochmütigen, dem Demütigen aber schenkt er Gnade -> Jakobus 4,6) und wird von Gott nicht erhört.

Betet ohne Unterlass!

1. Thessalonicher 5,17
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