Antworten auf Fragen zur Bibel

Denn wenn ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet, dann werde ich mich von euch finden lassen, spricht der HERR.

Jeremia 29,13.14a

Hilfestellung für Fragende

Auf dieser Seite möchten wir versuchen, mit Hilfe der Bibel Antworten auf immer wieder gestellte Fragen zu geben. Die FAQ-Sektion wird stets aktualisiert und erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit. Gerne kannst du, lieber Leser, uns deine Fragen zur Bibel über das Kontaktformular zukommen lassen. Wir versuchen, diese dann biblisch zu beantworten und werden die FAQ-Sektion entsprechend aktualisieren.

Puzzle mit Händen

Die Bibel (griechisch = biblos) ist der Liebesbrief Gottes an uns Menschen. Anders als ein Liebesbrief, der von uns Menschen geschrieben werden könnte, enthält die Bibel aber auch Wahrheiten, die dem Menschen unangenehm sind. Es ist Teil der Liebe Gottes, uns Menschen unseren verlorenen Zustand aufzuzeigen, aber auch die überströmende Gnade, durch die wir errettet werden können und sollen. Obwohl die Bibel verschiedene Bücher hat, muss man sie als ein ganzes Buch ansehen, um den Zusammenhang zu verstehen.

2. Timotheus 3,16 gibt uns die Antwort: Alle Schrift ist von Gott eingegeben…
Die Bibel wurde von ca. 40 verschiedenen Autoren in einem Zeitraum von 1500 Jahren geschrieben. Die Autoren kamen dabei aus unterschiedlichen Verhältnissen und Umständen. Die Autoren der Bibel schrieben dabei zwar in ihrem eigen Stil, wurden aber von dem heiligen Geist in dem, was sie schrieben, geleitet (siehe auch 2. Petrus 1,19-21).

Die Bibel besteht aus insgesamt 66 Büchern. Das alte Testament besteht aus 39 Büchern und das neue Testament aus 27 Büchern. Das Wort Gottes beginnt dabei mit dem 1. Buch Mose im alten Testament und endet mit der Offenbarung Jesu Christi im neuen Testament.

Die Bibel besitzt 39 Bücher im alten Testament und 27 Bücher im neuen Testament. Das alte Testament kann unterteilt werden in:

  • 17 Geschichtsbücher: 1. Mose bis Ester
  • 5 poetische. bzw. Lehrbücher: Hiob bis Hohelied
  • 17 prophetische Bücher: Jesaja bis Daniel (5 „große“ Propheten) und Hosea bis Maleachi (12 „kleine“ Propheten)
Das neue Testament kann unterteilt werden in:
  • 5 Geschichtsbücher: 4 Evagelien (Matthäus bis Johannes) und Apostelgeschichte
  • 21 Briefe bzw. Lehrbücher: Römebrief bis Judasbrief
  • 1 prophetisches Buch: Offenbarung

Gottes Wesen, Wirken und Handeln, sowie sein Heilszeitplan mit uns Menschen steht im Mittelpunkt der Bibel. Dabei beginnt alles mit der Erschaffung von Himmel und Erde und der ersten Menschen (Adam und Eva) durch Gott, dem (katastrophalen) Sündenfall (1. Mose 1,3), bis hin zur frohen Botschaft (Evangelium) zur Erretung der Menschen, die an den Herrn Jesus glauben. Die Schlüsselfigur der gesamten Bibel ist der Herr Jesus Christus, dessen Opfertod am Kreuz auf Golgatha DAS zentrale Ereignis ist, auf welches bereits im 1. Buch Mose 3,21 durch das Anfertigen von Tierfellen von Gott für Adam und Eav’s Blöße ein Hinweis von Gott gegeben wird (denn: Ohne Blutvergießen geschieht keine Vergebung -> Hebräer 9,22 / Hebräer 9,1-14).

Oberflächlich betrachtet ja, bei genauerem Hinschauen zeigt sich allerdings, dass die Bibel ab dem 1. Buch Mose bis zur Offenbarung eine wunderbare Einheit ergibt. Liest man die Bibel komplett, erschließt sich einem, dass das neue Testament ohne das alte Testament keinen Sinn ergibt. Im alten Testament werden bereits viele Ankündigungen von den Propheten, in den Psalmen etc. (z.B. Jesaja 9 / Jesaja 53 / Ps. 69 etc.) über das Kommen des Messias gemacht, welches sich im neuen Testament erfüllt. Zudem sind die Tieropfer, die Stiftshütte, die Arche Noah und viele andere Dinge im alten Testament ein Bild auf den Herrn Jesus.

Nein. Im alten Testament gibt es viele Hinweise auf den Herrn Jesus. An dieser Stelle seien nur einige Stellen im AT genannt, die aufzeigen, dass der Herr Jesus schon im AT zu finden ist:

  • Lasst und Menschen machen nach unserem Bild, uns ähnlich (1. Mose 1,26) -> Dreieinigkeit Gottes
  • Er wird dir den Kopf zertreten, und du wirst ihn in die Ferse stechen (1. Mose 3,15b): Hier spricht Gott zur Schlange (ein Bild von Satan), die Eva verführt hatte. Mit „Er wird dir den Kopf zertreten“ ist der Herr Jesus gemeint, der den Satan die tödliche Wunde zufügen wird, durch sein Sterben am Kreuz. Mit „du wirst ihn in die Ferse stechen“ ist gemeint, dass Satan den Herrn Jesus „verwundet hat“, indem er durch die Menschen den Herrn Jesus ans Kreuz brachte.
  • In den Prophetien ist der Herr Jesus zu finden: „Ein König wird in Gerechtigkeit regieren“ (Jesaja 32,1) / Man nennt seinen Namen…Friedefürst“ (Jesaja 9,6.7)
  • Im AT ist öfters vom Engel des Herrn die Rede. Dabei handelt es sich um den Herrn Jesus, der auf der Erde bereits vor seiner Geburt durch Maria in menschlicher Gestalt erschien. In 1. Mose 16,7-14 erscheint er Hagar. In 1. Mose 18 erscheint Jahwe (der Herr) Abraham bei den Terebinthen Mamres. Abraham sah 3 Männer auf sich zukommen. Einer der drei Männer war der Herr Jesus, Jahwe, persönlich (Vers 22 und Kampitel 19,1). In 1. Mose 32 rang Jakob die Nacht über mit einem Mann. Dieser Mann war der Herr Jesus, Jahwe (1. Mose 32,29).
  • Viele weitere Hinweise sind im AT auf den Herrn Jesus zu sehen: Der Priesterdienst und die Opfer in der Stiftshütte, die Arche Noahs, Joseph ist ein Bild auf den Herrn Jesus. Das Passahlamm in 2. Mose 12,6 ist ebenfalls ein Bild auf den Herrn Jesus. Zudem finden wir in den Psalmen, im Hohelied etc. viele weitere Hinweise auf den Herrn Jesus.

Als Material wurde folgendes benutzt:

  • Stein
  • Tontafeln
  • Papyrus
  • Gewachste Tafeln
  • Leder
  • AT: Das AT wurde zum größten Teil in hebräisch verfasst. Das hebräische Alphabet umfasst 22 Buchstaben. Hebräisch liest man von rechts nach links. Aramäisch war von ca. 550 v. Chr. 200 Jahre die von den Persern eingeführte Sprache, in der Teile des AT’s, wie bspw. die Bücher Daniel, Esra und Jeremia verfasst wurden. 
  • Die alte griechische Übersetzung der Bibel nennt man Spetuaginta (auch LXX genannt).
  • NT: 331 v. Chr. eroberte der griechische Heerführer Alexander der Große Persien. Er regierte über die damals bis dahin bekannte Welt und somit wurde griechische eingeführt. Die Jünger Jesu wollten die gute Botschaft (das Evangelium) der ganzen Welt bekannt machen und schrieben somit die gute Botschaft in griechisch und übersetzen die Worte des Herrn Jesus (die Sprache war zurzeit Jesu dort, wo er lebte, Aramäisch) von aramäisch ins griechische. Das griechische Alphabet umfasst 24 Buchstaben.
  • Von Hieronymus wurde im vierten Jahrhundert die lateinische Vulgata angefertigt, welche zur Bibel der Westkirchen wurde und über 1000 Jahre lang den Standardtext für fast jede Übersetzung bildete.

1947 entdeckte ein Hirtenjunge im Hügelland westlich des toten Meeres eine Höhle in einem nahegelegenen Felsen. Als er einen Stein hinein warf, hörte er das Geräusch von zerbrechenden Tonkrügen. Darin befanden sich über 400 Schriftrollen, welche Teile aus jedem alttestamentlichen Buch (außer Esther) enthielten. Diese Schriftrollen stammten von einer alten, jüdischen Glaubensgemeinschaft, den Essenern. Mit der Radiokarbon-Methode konnte man diese Schriftrollen auf den Zeitraum zwischen 200 v. Chr. und 70 n. Chr. datieren. Die Jesaja-Rolle war zudem nahezu vollständig erhalten und fast 1000 Jahre älter, als die bis dahin entdeckte Abschrift. Beide Jesaja-Abschriften waren nahezu identisch, was die gewissenhafte Abschrift der Schreiber aufzeigt.

Diesen Satz hört man sehr oft. Aber alleine diese Aussage gehört ins Reich der Fabeln. Die Bibel beinhaltet etwa 6408 prophetische Verse, wovon bisher etwa 3268 Verse exakt erfüllt sind. Anders ausgedrückt: Von den ca. 1000 Prophetien in der Bibel sind bereits über die Hälfte exakt so eingetroffen, wie sie voraus gesagt wurden. Welches andere Machwerk kann das von sich behaupten? Es gibt etliche archäologische Funde, die genau beweisen, was in der Bibel vor kommt, z.B. die gefallenen Mauern von Jericho (Buch Josua), wurden so vorgefunden, wie in der Bibel beschrieben. Ein Stück Mauer ist (samt dem dahinter befindlichen Haus) erhalten geblieben, genau so, wie es in der Bibel auch beschrieben wurde, und zwar an genau der Stelle, wo sich das Haus der Hure Rahab befand.
Ebenso kann man bspw. in Hiob 37,12 vom „Erdenrund“ lesen. Die Bibel wusste also schon lange, bevor der Mensch diese Entdeckung machte, dass die Erde eine Kugel ist und keine Scheibe.

Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan.

Matthäus 7,7
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